Scheiblecker als Lehrer

Zwischen FREUND UND TUTOR

Zwangsläufig stellt sich jeder der mit Kindern arbeiten darf die Frage, wie man denn am besten mit ihnen umgehen soll. War die Pädagogik früherer Tage strikt und disziplinär, so wurde sie zunehmend "weicher" und toleranter, ja beinahe laissez-faire. Ich halte beides für grundlegend falsch. Während meines Studiums habe ich viel über Altbewärtes aber auch Trends in den Erziehungswissenschaften gehört und konnte beidem nichts, bzw. etwas abgewinnen. Als optimistischer Realist glaube ich an den goldenen Mittelweg und dabei vertraue ich nicht nur auf meine pädagogischen Geschicke sondern auch auf mein Herz als Philantroph. Es gibt nicht richtig oder falsch, vielmehr gibt es Situationen, die man gemeinsam lösen muss bzw. sollte. Manchmal muss man dafür eben streng sein, vielleicht sogar kompromisslos und manchmal aber nicht. Freund und Tutor schließt sich ebenso wenig aus, wie Spaß und Aufsichtspflicht. Die Fäden immer in Händen, aber voll auf Augenhöhe mit den Kindern - Ja, das geht! Denk doch an deine eigene Schulzeit zurück... Da gab es diesen einen Lehrer. Er war witzig und nett, wertschätzend und fundiert. Er brachte dir Respekt und Anerkennung entgegen und erntete dafür das Gleiche. Ich hoffe, dass auch mir das gelingt, denn es ist ein Privileg mit Kindern zu arbeiten. Danke dafür!