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Elterliche Schulwahlmotive

Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftig sich mit den elterlichen Schulwahlmotiven bei der Einschreibung der Schülerinnen und Schüler in einer Privatvolksschule. Da die Zahl der Privatschulen in Österreich eine steigende Tendenz aufweist, gilt es besonders, die Unterschiede zu den Regelschulen zu beschreiben. Schon längere Zeit steht das heimische Bildungssystem in starker Kritik, und die öffentliche Diskussion wird durch anhaltend schlechte Ergebnisse bei internationalen Schulleistungsvergleichen immer wieder neu angefacht. Die Privatschulen gelten als wirksame Alternative gegen den Bildungsverfall. Anfangs werden die allgemeinen Beweggründe erforscht und mit soziokulturellen Theorien beschrieben, bevor schulspezifische Motive über die Einschreibung in der Praxisvolksschule Krems beschrieben werden. Diese Erhebung zeigt, dass sowohl der Ruf der Schule, wie auch die persönlich empfundene Qualität, aber auch die Platzierung in ein gewünschtes Sozialmilieu wichtige Aspekte bei der Schulwahl bilden. Im konkreten Fall der Praxisvolksschule Krems werden die Schulleitung, spezielle Fördermöglichkeiten und die öffentliche Wahrnehmung als sehr positiv beschrieben. Diese Arbeit wurde qualitativ angelegt und beleuchtet die verschiedenen elterlichen Schulwahlmotive mithilfe eines Leitfaden gestützten Interviews.